Zuckersteuer für Soft Drinks: Ein Gewinn für die Zahngesundheit

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Stellen Sie sich vor, Sie öffnen eine Flasche Cola – und darin stecken 18 Stück Würfelzucker. Klingt erschreckend, oder? Genau diese Menge versteckt sich in einem halben Liter des beliebten Getränks. Kein Wunder, dass Soft Drinks als Hauptverursacher von Karies bei Kindern gelten. Die Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern fordert daher gemeinsam mit der Ärztekammer die Einführung einer Zuckersteuer. Warum das eine kluge Investition in die Gesundheit unserer Kinder ist, erfahren Sie hier.

Warum Soft Drinks der Zahngesundheit schaden

Soft Drinks sind wahre Zuckerbomben. Eine 250-ml-Dose Energy-Drink enthält bereits 25 bis 30 Gramm Zucker – etwa neun Würfelzucker. Dieser Zucker ist ein gefundenes Fressen für Kariesbakterien. Sie verwandeln ihn in Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Löcher verursachen. Besonders tückisch: Kinder lieben süße Getränke und trinken sie oft über den Tag verteilt. So entsteht ein ständiger Säureangriff auf die Zähne, der Karies massiv begünstigt.

„Es ist nichts Neues, dass zu viel Zucker Krankheitsbilder wie Adipositas, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungen sowie Karies fördert und damit das Gesundheitssystem belastet.“ – Stefanie Tiede, Pressesprecherin der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Die Zuckersteuer: Ein bewährtes Mittel

Großbritannien hat 2018 eine Zuckersteuer auf Soft Drinks eingeführt – mit Erfolg. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass die kariesbedingten Krankenhausaufenthalte bei Kindern um zwölf Prozent zurückgingen. Auch eine Meta-Studie aus 2022 mit Daten aus 15 Ländern belegt, dass eine Zuckersteuer die Lebensqualität verbessert. Die Idee: Hersteller werden motiviert, den Zuckergehalt zu reduzieren, um Steuern zu sparen. Gleichzeitig werden die Getränke teurer, sodass Verbraucher – vor allem Kinder – weniger davon konsumieren.

Was die Zahnärztekammer fordert

Die Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und die Ärztekammer fordern die Landesregierung auf, sich einer Bundesratsinitiative von Schleswig-Holstein anzuschließen. Ziel ist eine herstellergetragene Zuckersteuer, also eine Abgabe, die die Produzenten zahlen. Die Einnahmen könnten in Präventionsmaßnahmen fließen – etwa in Gesundheitsunterricht an Schulen, Sportförderung oder günstigere gesunde Lebensmittel. So wird die Steuer nicht nur zur Gesundheitsbremse, sondern auch zur Finanzierungsspritze für ein starkes Präventionssystem.

FAQ: Häufige Fragen zur Zuckersteuer

Was ist eine Zuckersteuer?
Eine Zuckersteuer ist eine Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke. Sie soll den Konsum reduzieren und Hersteller zur Rezepturänderung bewegen.

Hilft die Zuckersteuer wirklich gegen Karies?
Ja. Britische Daten zeigen einen Rückgang kariesbedingter Krankenhausaufenthalte bei Kindern um zwölf Prozent nach Einführung der Steuer.

Betrifft die Steuer auch andere Lebensmittel?
In der aktuellen Diskussion geht es speziell um Soft Drinks. Andere zuckerhaltige Produkte könnten später folgen.

Wer profitiert am meisten?
Kinder. Sie sind die Hauptkonsumenten von Soft Drinks und leiden am stärksten unter den Folgen wie Karies und Übergewicht.

Was Sie selbst tun können

Bis eine Zuckersteuer kommt, können Sie Ihre Kinder schützen: Bieten Sie Wasser oder ungesüßte Tees an, reduzieren Sie Soft Drinks auf besondere Anlässe und putzen Sie nach dem Genuss von Süßem die Zähne. Ihr Zahnarzt hilft Ihnen gerne mit weiteren Tipps zur Kariesprävention.

Quellen

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